Joomla
Oracle, MySQL, SQL-Server und Co.
Der Computer und das Internet eröffnen viele Möglichkeiten für die Datenerfassung und Verwaltung. Ohne passende Struktur geht dabei sehr schnell die Übersicht verloren. Eine Lösung heißt Datenbank.
Doch nichts ist umsonst. Wer schnell Informationen aus seiner Datenbank abrufen können will, muss diese auch eingeben oder anderweitig erfassen.
Einige Daten, sind bereits elektonisch erfasst und können über Schnittstellen eingelesen werden. Die meisten daten müssen jedoch manuell erfasst werden. D.h. man sollte sich gut überlegen, was man braucht, denn eine Datenbank die nur halbherzig gepflegt wird, weil der Aufwand für die Dateneingabe zu groß ist, macht mehr Ärger als sie Nutzen bringt!
Umsetzung
Entscheidung für eine Datenbank oder eine Tabellenkalkulation
Je nach Aufgabe muss es nicht gleich eine Datenbank sein, vieles geht auch in Excel (Programmart: Tabellenkalkulation). In vielen Fällen macht es sogar Sinn erstmal mit einem Entwurf in einer Tabellenkalkulation zu beginnen, um sich die Datenstruktur und den Datenfluss zu überlegen.
Sobald jedoch
- mehrere Benutzer Daten verwalten sollen
- der Datenbestand gegen versehentliches Löschen oder Überschreiben gesichert werden soll
- der Datenbestand gegen unbefugtes Lesen und oder Ändern geschützt werden soll
- ein Zugriff über verschiedene Rechner im lokalen Netzwerk oder über das Internet erfolgen soll
sollte unbedingt eine Datenbank zum Einsatz kommen.
Es gibt natürlich auch jede Menge fertige Lösungen, je nach Aufgabengebiet (einfach mal Google fragen), für alle, die nicht selbst programmieren wollen oder können.
Open Source Projekte
Darunter sind auch viele Open Source Projekte, die an die eigenen Anforderungen angepasst werden können.
Empfehlungen dazu werde ich soweit die Projekte von mir verwendet und gestestet wurden hier noch einstellen.
z.B.:
Content Management System: Joomla 1.5 (als Homepage und als Intranet-Seite einsetzbar, es gibt viele Erweiterungen, z.B. eine Projektverwaltung, programmiert in PHP, Datenbank: MySQL, Open Source, kostenfrei einsetzbar, sehr viele Erweiterungen ebenfalls als Open Source und kostenfrei verwendbar)
Datenbanken und Kosten
- MySQL
- SQL-Server
- Oracle
Die 3 o.g. Datenbanken sind natürlich nicht die einzigen, die es gibt, aber sie gehören zu den am meisten eingesetzen.
MySQL
Open Source Datenbank
Laut eigenen Angaben: "Die populärste Open-Source-Datenbank der Welt".
Open Source bedeutet nicht automatisch kostenlos. Der MySQL Community Server ist nach wie vor kostenlos.
Für größere Anwendungen, insbeosndere im kommerziellen Bereich mit entsprechenden Supportleistungen wird auch eine kostenpflichtige Version: MySQL Enterprise Subscription angeboten.
SQL-Server
Datenbank von Microsoft
Die Kosten für die Datenbank sind abnhängig von der CPU-Leistung des Servers und den gewünschten Leistungen. Es gibt insbesondere für Entwickler eine kostenfreie XE-Version. Diese darf auch für kommerzielle Zwecke verwendet werden. Der Upgrade auf eine kostenpflichte Version mit entsprechenden Supportleistungen ist möglich. Microsoft bietet auch eine passenden Entwicklerumbebung als Express-Verion an.
http://www.microsoft.com/germany/express/
Oracle®
Der Mercedes® unter den Datenbanken, leider nicht nur im Bezug auf die Leistung, sondern auch im Bezug auf den Preis.
Lange war der Einsatz einer Oracle-Datenbank zur privaten Nutzung aus diesem Grunde auch nicht möglich. Seit einigen Jahren gibt es von Oracle aber eine kostenlose Einsteiger-Version. Diese ist für den privaten Einsatz oder kleiner Anwendungen völlig ausreichend und kann später umkompliziert auch jede höhere kostenpflichtige Version upgegraded werden.
Liegt der Schwerpunkt auf Datensicherheit, insbesondere den unerlaubten Zugriff auf Daten, durch gezielte Attaken auf einen Rechner oder die Datenbank (z.B. Produktentwicklung, "unbezahlbare" Forschungsergebinisse, ..) ist die Verwendung einer kommerziellen Oracle Version die richtige Wahl.
Mein Herz schlägt immer noch für Oracle, denn das war meine 1. große Datenbank (noch auf einer MicroVax, ein Server von Digital mit dem Betriebssystem VMS, lang ist es her).
Seit ich mich jedoch berufbedingt, intensiv mit den anderen Datenbanken beschäftigt habe, kann ich, je nach Anforderungsprofil (siehe oben) alle 3 empfehlen.
Excel - eine Alternative?
Nur der Vollständigkeit halber, da ich immer wieder darauf angesprochen werde: die "Exceldatenbank".
Innerhalb von Excel können Bereiche oder auch ein Tabellenblatt als "Datenbank" definiert werden. Mit den darin eingetragenen Daten können dann spezielle Datenbankabfragen, z.B. alles Zusammenzählen, was der Bedingung entspricht durchgeführt werden.
Das gleichzeitige oder auch zeitversetzte Schreiben mehrere Anwender in die gleiche Exceltabelle ist nicht möglich. Wer zuletzt speichert, würde die Eingaben, der Vorgänger überschreiben. Deshalb verhindert eine interne Sicherheitsabfrage von Excel das gleichzeitige Öffnen zur Bearbeitung. Der Anwender muß warten, bis die Tabelle wieder zum Schreiben verfügbar ist. Wird allerdings die Funktion "offline verfügbar machen" oder der "Aktenkoffer" verwendet, arbeitet jeder mit seiner Kopie, die dann mit der Datei im Netzlaufwerk synchronisiert wird. In diesem Fall funktioniert die interne Sicherung nicht mehr!
D.h. wenn nur gelegentlich mehrere Anwender auf die gleiche Tabelle zugreifen, wäre Excel eine Möglichkeit.
Der Funktionsumfang und die Anwendungsmöglichkeiten sind u.a. auch durch die Verwendung von VBA riesig. Dabei bleibt Excel aber weiterhin eine Tabellenkalkulation, eine sehr umfangreiche mit Datenbankfunktionen, aber auch nicht mehr.
Für alle Anwendungen, die nur von einem Anwender und nur auf einem Rechner verwendet werden (z.B. Stundenabrechnung, Tankbuch, ...) ist Excel durchaus eine gute Alternative. Das Gleiche gilt natürlich auch für die meisten Open Source Tabellenkalkulationen.